Grußworte der Schirmherren

Dr. Thomas de Maizière

Katastrophen – ob von Menschen oder durch die Natur verursacht – sind in Deutschland und ganz Europa leider keine seltenen Ausnahmen mehr. Die schweren Erdbeben in Italien im vergangenen Sommer, die Terroranschläge in einer Reihe europäischer Städte oder zuletzt die verheerenden Waldbrände in Portugal sind nur einige besonders schwerwiegende Beispiele dafür. Ihnen gemeinsam ist, dass sie sich jedes Mal überraschend und ohne Ankündigung ereignen und deshalb eine schnelle Reaktion erfordern.

Eine der wichtigsten Anforderungen stellt dabei die medizinische Versorgung einer Vielzahl von Verletzten unter Rahmenbedingungen dar, die mit dem geordneten Ablauf in Kliniken und Praxen nicht zu vergleichen sind. Ein weiterer bedeutender Aspekt besteht in der psychosozialen Notfallversorgung für Überlebende und Hinterbliebene.

Die Sommerakademie „Katastrophenmedizin und Humanitäre Hilfe“ ist inzwischen fester Bestandteil der Ausbildung des medizinischen Nachwuchses geworden. Bereits zum achten Mal erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl durch die Vermittlung der theoretischen rechtlichen und ethischen Grundlagen der Katastrophenmedizin als auch durch ganz konkrete und unverzichtbare praktische Übungen das Rüstzeug, um sich auf das „Unplanbare“ bestmöglich vorzubereiten.

Humanitäre Hilfe ist ein Grundpfeiler internationaler Solidarität und grenzüberschreitender Unterstützung. Ärztinnen und Ärzte aus Deutschland sind auch immer dann zur Stelle, wenn sich Katastrophen im Ausland – insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern – ereignen, die vor Ort nicht mit eigenem Personal bewältigt werden können. Neben einer fundierten medizinischen Ausbildung sind hier weitere Fähigkeiten gefragt: Interkulturelle Kompetenz, die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl anderer Akteure und die Arbeit unter schwierigen klimatischen und technischen Bedingungen.

Der Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin ist es wiederum gelungen, hochkarätige Expertinnen und Experten für die diesjährige Sommerakademie zu gewinnen, die ihre in langjähriger Praxis erworbenen Erfahrungen in den Bereichen Katastrophenmedizin und Humanitäre Hilfe an angehende Ärztinnen und Ärzte weitergeben möchten.

Ich bin auch in diesem Jahr wieder gern Schirmherr für diese mittlerweile etablierte Veranstaltung und bedanke mich bei der Stiftung für die Durchführung der so wichtigen Sommerakademie. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich viel Erfolg, Freude bei der Ausbildung und viele neue Erkenntnisse.

 

Dr. Thomas de Maizière, MdB

Bundesminister des Innern

Thomas Strobl

Zur achten Sommerakademie Katastrophenmedizin und Humanitäre Hilfe heiße ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen.

Das anspruchsvolle Lehrgangsprogramm kann sich wieder sehen lassen: Angesehene und erfahrene Experten aus Wissenschaft und Praxis werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Sommerakademie an fünf Tagen Theorie und Praxis der Katastrophenmedizin näherbringen und einen Überblick über die Strukturen und Rahmenbedingungen der Humanitären Hilfe vermitteln.

Kaum ein Monat vergeht ohne Meldungen über schwere Katastrophen in der Welt. Wo immer sie sich ereignen, ist schnelle, professionelle und international agierende Hilfe notwendig. Dabei benötigen die Helfer Sachverstand über die rein medizinische Notfallversorgung hinaus. Diese Einsätze bedürfen einer guten Vorbereitung. Gerade in Extremsituationen muss die Hilfe besonnen und professionell ablaufen. Dazu leistet die Sommerakademie mit ihrem anspruchsvollen Programm einen unverzichtbaren Beitrag.

Den Veranstaltern der achten Sommerakademie – der Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Zusammenarbeit mit der Universität Ulm und dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm – danke ich für die Organisation und ihr Engagement bei diesem wichtigen Thema. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Sommerakademie wünsche ich spannende Einblicke in die Katastrophenmedizin, neue Erkenntnisse und nützliche Informationen sowie interessante Begegnungen und anregende Diskussionen.

 

Thomas Strobl

Stellvertretender Ministerpräsident

Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration

des Landes Baden-Württemberg

Gunter Czisch

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum wiederholten Mal lädt die Sommerakademie den medizinischen Nachwuchs zur Erprobung des Ernstfalls nach Ulm ein. Niemand hofft, dass solche Ernstfälle eintreten, und doch wissen wir, dass sie immer wieder geschehen. Es gibt sie am anderen Ende der Welt, manchmal aber auch in spürbarer Nähe. Ich freue mich, dass die Akademie diesem so wichtigen Bereich einen Raum bietet und heiße alle Teilnehmenden und Mitwirkenden herzlich willkommen!

Ärztinnen und Ärzten wird in Krisensituationen viel abverlangt. Sie müssen Ruhe bewahren, koordinieren und Prioritäten setzen, mit verschiedenen Akteuren kooperieren und Leben retten. Es lässt sich nur schwer vorstellen, wie man dieser Herausforderung im Fall der Fälle tatsächlich begegnen würde. Deshalb erhalten die angehenden Medizinerinnen und Mediziner in der Akademie nicht nur das theoretische Rüstzeug, sondern auch praktisches Wissen. Die Sichtung von schauspielerisch dargestellten Katastrophenopfern ist dabei eine bewährte Übung. Schülerinnen und Schüler des Schubart-Gymnasiums werden in die Rollen der Opfer schlüpfen, während die Akademieteilnehmerinnen und -teilnehmer die Verletzungen richtig einzuschätzen und die lebensbedrohlichen Fälle sofort zu behandeln haben.

Ich wünsche allen Studentinnen und Studenten spannende und lehrreiche Tage in Ulm. Den Organisatoren und Mitwirkenden der Akademie danke ich herzlich für Ihr Engagement. Bei Besucherinnen und Besucherin von weiter her würde es mich freuen, wenn Sie die Gelegenheit finden, die Stadt für sich zu entdecken - Sei es bei einem Besuch des Ulmer Münsters, einem Rundgang durch das historische Fischerviertel oder einem Spaziergang entlang des Donauufers.

 

Gunter Czisch

Oberbürgermeister der Stadt Ulm