Grußworte der Schirmherren

Dr. Gerd Müller

Die verheerenden Unwetter in Deutschland, die Terroranschläge in Europa und die weltweite Corona-Pandemie führen uns deutlich vor Augen: Katastrophen und ihre Folgen sind ohne den mutigen und selbstlosen Einsatz von Helferinnen und Helfern unterschiedlichster Berufsgruppen nicht zu bewältigen.


Zur Wahrheit gehört ferner: Wir müssen uns auch künftig auf Naturkatastrophen, Großschadensereignisse, Pandemien und auf die tragischen Folgen bewaffneter Konflikte einstellen.

 

Umso wichtiger ist es, uns vor solchen humanitären Not- und Krisensituationen stärker zu wappnen – konkret: Medizinstudierende, Rettungskräfte und Ärzte auf diese Ausnahmesituationen vorzubereiten. Die 12. Sommerakademie leistet dazu auch in diesem Jahr wieder einen wichtigen Beitrag: Sie schult Katastrophenhelferinnen und –helfer in der medizinischen Versorgung unter den Bedingungen einer Katastrophe im Inland wie im Ausland.


Denn menschliches Unglück macht an Grenzen nicht halt. Wir brauchen gesellschaftliches Engagement und internationale Solidarität. Genau darum unterstützt Deutschland Entwicklungsländer kurzfristig, professionell, flexibel und weltweit bei der Krisenbewältigung –  unsere "Schnell Einsetzbare Expertengruppe Gesundheit" (SEEG) ist zurzeit im Einsatz gegen Covid-19, das Dengue-Fieber, Lassa und Ebola.


Diese fachlich sehr breit aufgestellten SEEG-Teams sind mitunter in schwierigen politischen Kontexten unterwegs, um Entwicklungsländern maßgeschneidert mit Expertise bei der Früherkennung und Bewältigung von Krankheitsausbrüchen zur Seite zu stehen. Das verbindet mein Ministerium und Ihre Akademie.


Mit Ihrer Sommerakademie denken und handeln Sie vorausschauend. Sie bilden Spezialistinnen und Spezialisten aus, die Menschen in akuter Not schnell und zuverlässig zu Hilfe kommen. Dafür danke ich Ihnen von Herzen!

 

Ihr Gerd Müller
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Thomas Strobl

Eine der ganz zentralen Aufgaben des Staates ist es, Sicherheit zu gewährleisten. Deshalb bereiten wir uns auch auf Einsatzlagen vor, von denen alle hoffen, dass sie niemals eintreten. Hierzu gehören gerade auch Ereignisse, bei denen eine Vielzahl von verletzten Personen zu versorgen sind. Die Menschen können sich darauf verlassen, dass ihnen in einer Notlage so schnell, so professionell und mit so guter Ausrüstung wie nur möglich geholfen wird.

Trotz unseres hervorragend funktionierenden und hoch professionellen Bevölkerungsschutzsystems entstehen im Katastrophenfall auch in medizinischer Hinsicht besondere Herausforderungen. Für diese ist eine zusätzliche Ausbildung notwendig. Ich freue mich deshalb sehr, dass sich die Sommerakademie Katastrophenmedizin und Humanitäre Hilfe nun schon im zehnten Jahr mit diesem wichtigen Gebiet beschäftigt und dazu beiträgt, die Grundlagen der Katastrophenmedizin, auch mit ihren internationalen Bezügen, zu vermitteln und zu vertiefen.

Der Sommerakademie wünsche ich einen guten und gewinnbringenden Verlauf. Besonders danken darf ich den Veranstaltern, der Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin, der Universität Ulm und dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm.
Ihr


Thomas Strobl
Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration des Landes Baden-Württemberg

Gunter Czisch

Im Katastrophenfall müssen Ärztinnen und Ärzte unter einer enorm hohen Belastung Leben retten. Sie müssen Ruhe bewahren, mit verschiedenen Akteuren kooperieren und dabei schnell handeln. Die Sommerakademie Katastrophenmedizin und Humanitäre Hilfe nimmt seit zwölf Jahren eine Vorreiterrolle bei der Ausbildung für diesen so wichtigen Bereich ein. Als Medizinstandort mit der Universität, dem Bundeswehrkrankenhaus und einem breiten Netzwerk aus Wissenschaft und Forschung ist Ulm sehr gern zum wiederholten Mal der Veranstaltungsort.


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen die bewundernswerte Bereitschaft, ihre Fähigkeiten in extremen Notlagen einzusetzen. An mehreren Tagen erhalten sie die Möglichkeit, sich reflektiert mit dieser Arbeit auseinander-zusetzen und sie praktisch zu erproben. Damit leistet die Akademie einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung von Ausnahmesituationen, von denen niemand hofft, dass sie eintreten, von denen wir aber wissen, dass sie weltweit zur Realität gehören.


Ich möchte der Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin, der Universität Ulm und dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm herzlich für die Ausrichtung der Akademie im Jahr 2021 danken. Ich wünsche allen Beteiligten gutes Gelingen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmerin von weiter her die Gelegenheit, am Rande des Programms die Stadt Ulm mit ihren Sehenswürdigkeiten für sich zu entdecken.

 

Gunter Czisch

Oberbürgermeister der Stadt Ulm